Europäische Charta für nachhaltigen Tourismus

Die Europäische Charta für nachhaltigen Tourismus
ist eine neu entwickelte Auszeichnung für europäische
Großschutzgebiete wie Naturparke, Nationalparke und
Biosphärenreservate. Ausgezeichnet werden Parke, die
sich für einen nachhaltigen Tourismus engagieren. Der
Idee der Nachhaltigkeit entsprechend wird eine Balance zwischen ökologischen,
sozialen und ökonomischen Aspekten im Tourismus angestrebt.
Die Europäische Charta soll dazu beitragen, den Schutz
des natürlichen und kulturellen Erbes sowie die nachhaltige
touristische Entwicklung in Großschutzgebieten optimal
mit den Bedürfnissen von Gästen und Einheimischen
zu verbinden. Es ist ebenso ein Ziel, die Qualität des
touristischen Angebotes zu verbessern sowie die Lebensqualität
der lokalen Bevölkerung.
Die Charta wurde von einer europäischen Expertengruppe
aus den Bereichen Naturschutz und Tourismus entwickelt. Sie
wird von der Föderation EUROPARC, dem Dachverband der
europäischen Großschutzgebiete, verliehen und
von der Welt-Tourismus Organisation (WTO) sowie dem Umweltprogramm
der Vereinten Nationen (UNEP) unterstützt.
Von 1998 bis 2001 wurde vom Verband Deutscher Naturparke
in drei Naturparken ein Modellprojekt durchgeführt,
in dem die Relevanz der Europäischen Charta für
die deutschen Naturparke ermittelt werden sollte. Das Modellprojekt
hat gezeigt, dass die Europäische Charta ein geeignetes
Instrument zur partnerschaftlichen Entwicklung eines nachhaltigen
Tourismus in deutschen Naturparken ist. Gefördert wurde
das Projekt vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln
des Bundesumweltministeriums.
Die Naturparke Frankenwald und Steinhuder Meer wurden 2001
als erste Parke gemeinsam mit fünf weiteren europäischen
Natur- und Nationalparken mit der Charta ausgezeichnet. Der
Naturpark Insel Usedom erhielt die Auszeichnung 2002 und
der Naturpark Pfälzerwald, der deutsche Teil des Deutsch-Französischen
Biosphärenreservates Pfälzerwald und Vosges du
Nord, 2005.
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Charta-Parks |
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Weitere Informationen |
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