Naturpark Siebengebirge
Das Siebengebirge ist der einzige Naturpark in Deutschland, der vollständig als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Dies bietet dem Besucher die Möglichkeit zu Ruhe und Erholung im Einklang mit der Natur.
Der Naturpark Siebengebirge zieht sich vom Bonner Stadtgebiet über Königswinter bis nach Bad Honnef. Das vulkanische Siebengebirge ist seit dem Ende der Eiszeiten besiedelt und durchlebte eine wechselvolle Geschichte. Die Landschaft und die Berge laden zum Wandern ein, aber auch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten (z.B. Chorruine des Klosters Heisterbach, Schloss Drachenburg) sind ein guter Anlass für einen Besuch des Siebengebirges. Das Siebengebirge spielt in der deutschen Naturschutzgeschichte und unter den deutschen Naturparken eine besondere Rolle. Der Ankauf des Drachenfelsens durch den preußischen Staat im Jahre 1836 und die dadurch erreichte Einstellung der Steinbruchbetriebe wird bis heute als der erste Sieg der Ideen des Landschafts- und Naturschutzes über wirtschaftliche Interessen angesehen. 1923 wurde das Siebengebirge als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Damit ist es mit der Lüneburger Heide eines der ältesten deutschen Naturschutzgebiete. Bereits 1958 wurde das Siebengebirge zum Naturpark erklärt. Es verfügt über eine reizvolle und attraktive Erholungslandschaft. Es umfasst weit mehr als die berühmten sieben Berge, nämlich insgesamt 42 große und kleine Erhebungen. Im Naturpark steht die Pflege und Entwicklung des gesamten Areals als wertvolles Rückzugsgebiet für viele seltene Tier- und Pflanzenarten, aber auch die Information und Lenkung der zahlreichen Besucher im Vordergrund. Die strengen Schutzbestimmungen müssen beachtet werden, um das Überleben von 80 Tier- und Pflanzenarten zu sichern, die auf der Roten Liste des Artenschutzes in Nordrhein-Westfalen stehen und im Siebengebirge noch vorkommen. Das Siebengebirge wird seit etwa 2.000 Jahren von den Menschen genutzt und ist deshalb auch kein Urwald. So bedeutet Naturschutz im Siebengebirge der Erhalt der sehr alten Kulturlandschaft mit Wäldern, Obstwiesen und Weinbergen.
Bitte sehen Sie sich unser aktuelles Programm auf unserer Internetseite unter www.naturpark-siebengebirge.de an.
27.10.2005
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| Naturpark Siebengebirge |
| Königswinterer Str. 409 / Eingang Löwenburger Straße |
| 53639 Königswinter-Margarethenhöhe |
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(02223) |
90 94 94 |
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| Bundesland/Region |
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Nordrhein-Westfalen |
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| Gründungsjahr |
| 1958 |
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| Geographische Lage |
| südöstlich von Bonn am Rhein |
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| Größe |
| 4.800 Hektar |
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| Landschaftstypen |
| 90% Laubwald, Berge, Kulturlandschaft: Steinbrüche mit Seen, Weinberge, Obstwiesen, Nasswiesen |
Waldmeister-Buchenwald Hainsimsen-Buchenwald Traubeneichen-Hainbuchenwald Erlen-Eschenwald Blockschuttwald mit seltenen Tierarten wie z.B. Eisvogel, Wanderfalke, Uhu, Gelbbauchunke, Feuersalamander, Steinkrebs, spanische Flagge oder gebänderte Prachtlibelle |
- Weilberg: Der ehemalige Steinbruch bietet als geologischer Aufschluss einen phantastischen Einblick in die Entstehung des Siebengebirges; zwischen Dollendorf und Heisterbacherrott gelegen, nahe dem Kloster Heisterbach - Steinbrüche bei Oberkassel: Riesige Felswände beeindrucken den Besucher - Dornheckensee bei Oberkassel: Ein Rundgang um einen malerisch gelegenen See in einem ehemaligen Steinbruch lädt zum Wandern ein - Dreiseenblick: Eine Wanderung von der Margarethenhöhe zur Löwenburg führt am Dreiseenblick vorbei, von dem aus man drei verschiedene Blick auf den Rhein hat |
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