Naturpark Internationaler Naturpark Bourtanger Moor - Bargerveen
Als buntes Landschaftsmosaik mit ockergelben und erikafarbenen Sand- und Heideflächen, blaugrünen Mooren und bräunlichen Torfabbaugebieten, frischgrünen Weiden und goldenen Getreidefeldern stellt das Moor heute einen einmaligen Naturerlebnisraum dar. Der am 1. Juni 2006 gegründete Naturpark umfasst ein Gebiet von 14.000 Hektar und erstreckt sich auf deutscher Seite über den südlichen Teil des Bourtanger Moores – einst mit 120.000 ha das größte zusammenhängende Hochmoor Europas. Der niederländische Teil des Internationalen Naturparks, das Naturschutzgebiet Bargerveen, ist etwa 2.000 ha groß und zeigt das Ergebnis von 20 Jahren Renaturierungsarbeit. Auf einer Höhe von maximal 20 Meter über NN durchziehen etwa 200 Kilometer Radwege und 17 km Wanderwege den Naturpark. 5.100 Hektar der Naturpark-Fläche bestehen aus Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten. Rund 2.850 Hektar des gesamten Terrains sind Torfabbaugebiete, die in den nächsten Jahren der Wiedervernässung bzw. einer naturnahen Nachnutzung zugeführt werden. Die Flora und Fauna im „Internationalen Naturpark Bourtanger Moor – Bargerveen“ ist ganz besonders, denn im Moor können nur „Spezialisten“ überleben, wie z.B. die wurzellosen Torfmoose, aus denen das Hochmoor hauptsächlich gebildet wird. Das Moor ist damit ein Paradies für Naturliebhaber mit Entdeckerfreude und Pioniergeist. Daran, dass die einst karge und bedrohliche Landschaft von Pionieren „erobert“ und besiedelt wurde, erinnert eine der zahlreichen Erlebnisrouten durch das Moor: Die Pionierroute, auf deren Wegen sich die jüngere Geschichte des Moores gut nachvollziehen lässt. Viel älter als die Kultivierung der Moore ist der „Rote Franz“, die inzwischen viel beschriebene Moorleiche, die im November 1900 von einem Torfstecher im Bourtanger Moor gefunden wurde: Zwischen 1.600 und 1.800 Jahre lang soll sie im gut konservierenden Moor gelegen haben und wird heute im Niedersächsischen Landesmuseum in Hannover ausgestellt. Das Emsland Moormuseum in Geeste – Groß Hesepe – inmitten des Bourtanger Moores – erzählt dagegen die spannende Geschichte des Moores „vor Ort“ und lädt ein zu einer Zeitreise in die Lebens- und Arbeitswelt der Pioniere im Moor. Die Naturparkpartner wollen grenzübergreifend die Chancen dieser einzigartigen Landschaft nutzen – als Lebensraum unzähliger andernorts vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten, als Erholungsraum für Naturliebhaber und als Erlebnisraum für Wiederentdecker natürlicher und kultureller Schätze der Region. Zu den Gründungsmitgliedern des Naturparkvereins gehören die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim auf deutscher sowie die Provinz Drenthe auf niederländischer Seite, die deutschen Gemeinden Twist, Geeste, Wietmarschen, die Städte Meppen und Haren (Ems) sowie das niederländische Emmen.
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Naturpark-Triathlon
21.07.2010
Am 30. Juli 2010 findet ab 10.30 Uhr am Heimathaus in Twist (Flensbergstr. 9, 49767 Twist) der 1. Naturpark-Triathlon im Internationalen Naturpark Bourtanger ...
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| Bundesland/Region |
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Niedersachsen |
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| Gründungsjahr |
| 2006 |
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| Geographische Lage |
| Westl. Niedersachsen (Landkreis Emsland, Landkreis Grafschaft Bentheim und Provinz Drenthe [NL]), an der deutsch-niederländischen Staatsgrenze |
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| Größe |
| 14.000 ha |
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| Landschaftstypen |
| Moore, Heideflächen, Ackerbau, Torfabbauflächen |
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