Naturparke. Wir leben Natur.

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Naturpark-Botschafter

Dübener Heide

Ines Papert

Eiskletterweltmeisterin

Meine grosse Naturverbundenheit habe ich meiner alten Heimat, der Dübener Heide zu verdanken. Schon als Kinder sind wir durch die Wälder gestreift und auf Bäume geklettert. Das war ein solider Grundstein für meine jetzige Leidenschaft, das Besteigen hoher Wände und schwieriger Gipfel.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Der Gesundbrunnen

Mein Lieblingsort in der Dübener Heide ist der Gesundbrunnen. Dort bin ich als Kind mit meinen Freunden oft hingeradelt. Der Gesundbrunnen befindet sich in der Nähe meines Elternhauses in der Hammermühle. Auch jetzt besuche ich ihn noch, wenn ich gelegentlich in der alten Heimat bin, pflücke einen Korb Heidelbeeren auf dem Weg dorthin und nehme ich ein Schluck des gesunden Wassers. Die Ruhe dort ist einmalig!

Dübener Heide

Frank Kupfer

Sächsischer Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft

Ich lade Sie ein, durch den Naturpark Dübener Heide zu wandern oder zu radeln. Entdecken Sie die in sich ruhende Schönheit der Heide, genießen Sie die idyllischen Seen und Moore, beobachten Sie Biber & Co., genießen Sie Heidelbeeren, Waldpilze und Heidehonig.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Mit Naturparkführern unterwegs in der Heide

Ich empfehle Ihnen, die Heide bei einer „Heide-Biber-“ oder „Wildtier-Erlebnis-Tour“ gemeinsam mit einem Naturparkführer zu erkunden. Mein Favorit ist das Presseler Heidewald- und Moorgebiet. Dort können Sie Kraniche und Hirsche oder auch Moorfrösche bestaunen. Im heutigen 4.500 ha großen Naturschutzgroßprojekt wurde bis 1951 Torf für Heizzwecke gestochen. Ein besonders imposanter Ort ist der Zadlitzbruch mit seltenen Pflanzen, wie Sumpfdotterblume, Wiesenstorchschnabel, Wollgras, Sonnentau und breitblättrige Kuckucksblume. Für Informationen und Anmeldungen zu Führungen wenden Sie sich am besten an die Mitarbeiter des Naturparkvereins Dübener Heide e. V. im Naturparkhaus Bad Düben.

Diemelsee

Otto Wilke

Ehrenvorsitzender der FDP Waldeck-Frankenberg und stellvertretender Landesvorsitzender der Liberalen Senioren Hessen.

Bei Allem was wir heute tun, müssen wir darauf achten, dass es nicht zu Lasten unserer Kinder und Enkelkinder geht.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Diemelquelle und Kahle Pön

Diemelquelle und Kahle Pön

Diemelsee

Matthias Korte

Willinger Linnenkerl

Ich freue mich, in einer so schönen Gegend leben zu dürfen. Der Naturpark bietet viele tolle Schauplätze, ob auf den Bergen, im Wald oder am Diemelsee, wo man die Natur einfach genießen kann.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Hoher Eimberg/Treis

Ausblick vom Hohen Eimberg/Treis auf das Dorf im Tal umgeben von den Willinger Bergen!

Diemelsee

Jürgen Bangert

Moderator, Organisator, Redakteur und Comedian

Du bekommst den Bangert zwar aus dem Waldecker Land - aber Du kriegst das Waldecker Land nie aus dem Bangert!

Mein Lieblingsort im Naturpark

Die "Orenberg-Platte" in Willingen

Nicht so hoch und prominent wie der Ettelsberg, aber dafür hat man da oben wunderbar seine Ruhe. Außerdem haben wir als Kinder und Jungendliche dort unsere beste Zeit verbracht. Wer dabei war, weiß was ich meine ;-)

Diemelsee

Ernst-Wilhelm Gerbracht

Willinger Linnenkerl

Wenn ich in den Upländer Bergen bin, kann ich nur glücklich und dankbar sein, hier zu leben. Ein besonders schönes Erlebnis: Eine Dame fragte am Stryckteich, woher der Name komme. Ob sich die Willinger Frauen früher hier zum Stricken getroffen hätten.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Kreuz auf dem Orenberg

Lieblingsplatz im Naturpark ist das Kreuz auf dem Orenberg

Diemelsee

Wilhelm Schluckebier

Richter des Bundesverfassungsgerichtes

Der Naturpark Diemelsee bedeutet für mich Wasser, Berge, frische Luft- einfach den Kopf frei bekommen.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Die Hochheide bei Willingen

Mein Lieblingsplatz im Naturpark ist die Hochheide bei Willingen.

Diemelsee

Dr. Michael Witter

Deutscher Diplomat, seit 2011 Botschafter in Marokko

Ich beglückwünsche die Organisatoren zu der richtungsweisenden Naturpark-Initiative. Seit vielen Jahren steht die Region für mich als gebürtigen "Korbacher" für eine besonders harmonische und abwechslungsreiche Landschaft, die zu Naturgenuss und Erholung ebenso einlädt wie zu vielfältiger Freizeitgestaltung. Dabei garantiert die Initiative, dass auch weiterhin Naturerhalt und Nutzung im harmonischen Einvernehmen stehen. Gerade aus meiner 'Auslandssicht' bedeutet der Naturpark Diemelsee ein Stück immateriellen Heimatkulturerbes.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Der Eisenberg bei Goldhausen

Mein Lieblingsplatz im Naturpark ist der Eisenberg bei Goldhausen.

Diemelsee

Werner Rabe

Mit zahlreichen Medienpreisen ausgezeichneter Journalist und seit 1999 Sportchef des Bayerischen Fernsehens

Erst wenn man in der Welt unterwegs ist, lernt man die Heimat richtig zu schätzen. Im Naturpark Diemelsee habe ich meine ersten journalistischen Spuren hinterlassen. Erst kürzlich bin ich auf der Jubiläumsfeier der Waldeckischen Landeszeitung auf ein Foto angesprochen worden, das ich im heutigen Naturpark geschossen habe und das der Witwe eines der beiden Verleger Bing noch in bester Erinnerung ist und noch heute - wenn auch in Schwarz-Weiß - noch in einigen Publikationen zu finden ist.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Der Diemelsee

Mein Lieblingsplatz im Naturpark ist der Diemelsee.

Diemelsee

Nadine Horchler

Erfolgreiche Biathletin, Deutsche Meisterin 2012, Weltcupsieg Staffel 2013

Seit ich denken kann, verbinde ich meine Heimat auch mit dem Naturpark Diemelsee. Durch meinen Biathlonsport habe ich während meiner Schulzeit etliche tausend Kilometer durch den Naturpark gedreht, per Mountainbike, Laufschuh oder Ski. Es gibt kaum schönere Orte zum Trainieren, da es zahlreiche verschiedene Wanderwege gibt, ob bergauf oder bergab, im Wald oder über Wiesen oder am See entlang.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Der Dommelturm

Wenn ich Zuhause bin und direkt vor der Haustür los jogge, dann geht's auch oft mal auf den Dommelturm, wo ich die schöne Heimat von oben betrachten und genießen kann. Ich freue mich sehr über die Ernennung zur Naturpark-Botschafterin und ich kann nur jedem Einheimischen und Gast empfehlen einige Stunden ihrer Freizeit in der schönen Natur zu verbringen und mit Begeisterung den Naturpark Diemelsee zu entdecken oder neu zu entdecken. Wir sollten alle dankbar sein für dieses schöne Fleckchen Erde.

Deutsch-Belgischer Naturpark Hohes Venn-Eifel

Heino

Sänger & Entertainer

Als Natur verbundener Mensch lebe ich nun schon seit über 30 Jahren in dem schönen "Eifel - Städtchen" Bad Münstereifel. Der Naturpark Nordeifel ist eine große Bereicherung für unsere Region.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Bad Münstereifel

Mein Lieblingsort ist die Altstadt von Bad Münstereifel.

Deutsch-Belgischer Naturpark Hohes Venn-Eifel

Jean Pütz

Wissenschaftsjournalist

Als Pate der Eifeler Narzissen kann ich nur jeden einladen, diese wunderbare Landschaft im Naturpark Nordeifel zu besuchen und deren Schönheit zu genießen.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Olef- und Perlenbachtal

Am liebsten mag ich die Narzissenwiesen im Olef- und Perlenbachtal.

Dahme-Heideseen

Ghislana Poppelbaum

Freiberufliche Dozentin, Lehrerin und Seminarleiterin

Ich liebe den Naturpark Dahme-Heideseen, weil ich in seiner vielfältigen Landschaft Vertrautes und doch immer wieder auch Neues entdecken und erleben kann!

Mein Lieblingsort im Naturpark

Langer See in Prieros

Wald und Strand am Langen See in Prieros. Hier streife ich seit über 50 Jahren umher, bin vertraut geworden mit Pflanzen und Tieren, sitze im Abendsonnenschein am Seeufer, erlebe den Wechsel der Jahreszeiten, Wachsen, Werden und Vergehen hautnah mit. Hier habe ich gelernt, wie wichtig Naturerfahrung für unsere körperliche und seelische Gesundheit ist, wie Naturverbundenheit wächst, wie gut Natur tut. Ich möchte, dass das viele Menschen jeden Alters erleben können und selbst erfahren. Deshalb bin ich glücklich, dass es unseren Naturpark gibt und will für seine wohltuenden Besonderheiten sensibilisieren.

Dahme-Heideseen

Jana Schimke

Mitglied des Deutschen Bundestages

Ich liebe den Naturpark Dahme-Heideseen, weil man hier auf 600 km2 die landschaftliche Vielfalt Brandenburgs erleben kann!

Mein Lieblingsort im Naturpark

Die Dubrow

Die Dubrow mit ihren alten Eichen liegt mir besonders am Herzen. Sie besitzen Eigenschaften, die nie aus der Mode kommen: Standfestigkeit, Bodenständigkeit und Tradition. Die bis zu 300 Jahre alten Bäume sind unser Kulturgut und sollen noch den Generationen nach uns etwas über die Natur und das Leben vermitteln. Hier wird einem bewusst, dass man nur mit stabilen Wurzeln und viel Durchhaltevermögen etwas Großes erreichen kann. Deshalb arbeite ich für den Schutz und Erhalt dieses Gebietes. Fotos: Jana Schimke: Karoline Wolf Alteichen an der Hanglage der Dubrow zum Schmöldesee: Wolfgang Klaeber

Bourtanger Moor - Bargerveen

Dr. Silke Hirndorf

Naturführerin

In ihrem Garten fand die „vielbeschäftige Doctorissa“ Katharina von Bora, die Frau Martin Luthers, Entspannung. Kein Wunder, dass sich die promovierte Biologin Silke Hirndorf, die mit dem Pastor der ev.-luth. Nazarethkirche in Twist verheiratet ist und drei Kinder hat, Luthers „Käthe“ besonders verbunden fühlt und ihren mittelalterlichen Bauern-Zaubergarten nach ihr benannte.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Die Gärten an der Nazarethkirche Twist

„Rund um die Nazarethkirche in Twist haben wir für die Gemeinde und die Besucher des Naturparks Moor mit vielen fleißigen Händen ein kleines Refugium geschaffen. In Käthes Bauerngarten taucht man in ein blühendes Naturparadies, das auch für die Kirchengemeinde einen Nutzen hat: In unserer Kirche schmücken die Pflanzen den sonntäglichen Altar! Herrlich, auf der kleinen Bank zu sitzen, wenn die Bienen um Rosen und Bergminze summen. In unserem Bibelgarten „Garten des Nazareners“ erleben die Besucher anhand von vier Themenbeeten, welche Pflanzen schon in der Bibel erwähnt sind und welche Beutung ihnen seit nunmehr 2000 Jahren Christentum in der Mythologie oder der Medizin zukommt. Viele der Pflanzen sind mit Namen von Heiligen oder christlichen Legenden verknüpft. Ein eigenes Quartier ist allein den biblischen Pflanzen gewidmet. Im „Herbularius“ finden sich alte Klosterpflanzen gemäß ihrer Anwendungsgebiete. In einem Beet spinnen die Heilpflanzen einen Faden durch die Wirkungsgeschichte der Klostermedizin. Darunter auch die klassischen Pflanzen der Hildegard von Bingen oder Pfarrer Kneipp mit seinen Heubadpflanzen. Im nahgelegenen Birkenbruchwäldchen auf Moorboden hat mein Mann den „Weg des Glücks“ entwickelt. Bei einem Rundgang durch das lichte Wäldchen machen Tafeln auf das große kleine Glück im Leben aufmerksam: die Gesundheit, Familie und Freunde, ein Dach über dem Kopf, der sichere Arbeitsplatz. Hier im Schatten der Birken fällt es leicht, einen Moment inne zu halten. Darum dürfen auch unsere Konfirmanden hier mit ihren Eltern und Paten einen Baum pflanzen. Damit sie ihre Wurzeln im christlichen Glauben spüren. Mit Kindergarten- und Grundschulkindern führen wir hier Waldwochen durch. Es ist eine Freude zu sehen, wie sehr die Kinder die Freiheit in der Natur genießen und wie leicht sie dabei lernen. Die Infostation zum Wald und die Lern- und Picknickhütte helfen uns bei der Durchführung der Programme und bieten auch Radfahrern eine ideale Rastmöglichkeit. Jetzt freuen wir uns schon auf das nächste Projekt, das wir gestalten werden: einen Heidegarten.“

Bourtanger Moor - Bargerveen

Ruth Diekel

Geschäftsführerin des Grafschaft Bentheim Tourismus e.V.

Als gebürtige Grafschafterin kennt Ruth Diekel, Geschäftsführerin des Grafschaft Bentheim Tourismus e.V., die Region wie ihre Westentasche. Die Kenntnis beider Landkreise, die gute Kooperation der Tourismusorganisationen und ihr Wissen um die touristische Bedeutung des Naturparks sind Gründe dafür, dass ihr das Dalum-Wietmarscher Moor besonders am Herzen liegt.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Das Dalum-Wietmarscher Moor

„Wer einmal am sogenannten Block 700, einer wiedervernässten Fläche inmitten des Dalum-Wietmarscher Moores stand, der weiß, wie Moore aussehen und dass Wiedervernässung gelingen kann. Das Naturschutzgebiet Dalum-Wietmarscher Moor ist knapp 1.600 Hektar groß und liegt je zur Hälfte im Landkreis Emsland und im Landkreis Grafschaft Bentheim. Es handelt sich um großflächig abgetorfte Bereiche, die sich teilweise in der Hochmoorrenaturierung befinden. Zu seinen Schutzzwecken gehören die Pflege und naturnahe Entwicklung, vor allem die Förderung der Hochmoorregeneration und der hochmoortypischen Tier- und Pflanzenwelt. Als ausgewiesenes EU-Vogelschutzgebiet geht es vor allem um die Erhaltung oder Wiederherstellung des Lebensraumes für besondere Vogelarten wie Goldregenpfeifer, Krickente, Kiebitz, Großer Brachvogel oder Rotschenkel. Die Flächen innerhalb des Natura 2000-Gebietes sind recht unterschiedlich und bieten sich darum an für Experimente und Studien. Der Staatliche Moorschutz ist hier aktiv und immer wieder arbeiten Studenten und Wissenschaftler in den Flächen. Der Einsatz von Pumpen, die Aussaat von Torfmoosen, das Beweiden der Flächen mit Schafen – das Dalum-Wietmarscher Moor ist ideal fürs Lernen und Forschen. Aufgrund seiner hohen Schutzwürdigkeit ist das Gebiet nicht frei zugänglich, sondern nur in Randbereichen und auf geführten Touren. Im nordwestlichen Bereich, nahe der Autobahnausfahrt Geeste, hat die Staatliche Moorverwaltung einen Aussichtshügel errichtet, der einen grandiosen Blick über die enorme Weite des Dalum-Wietmarscher Moores bietet. Hier wird sichtbar, dass Renaturierung an einigen Flächen gut, an anderen Flächen weniger gut gelingt. Am südwestlichen Rand, im Ortsteil Füchtenfeld der Gemeinde Wietmarschen entsteht gerade eine neue Informationsstation. Dazu gehören eine Aussichtsplattform, die einen schönen Blick über eine Renaturierungsfläche und eine Torfabbaufläche bietet, mit einem „Fotoviewpoint“ für das beste Fotomotiv und einem sogenannten Geocache für die moderne Schnitzeljagd mit GPS. Dazu informiert eine interaktive Moorkate über die Moore als CO2-Speicher und Klimaschützer. Beide Aussichtspunkte sind natürlich an das Radwegenetz angebunden. Dass in den 80er Jahren der Wert der Moore als besonderer Lebensraum erkannt wurde, halte ich für wichtig. Es fand ein Umdenken statt, und Moore wurden nach dem Torfabbau nicht automatisch zu landwirtschaftlichen Nutzflächen, sondern zunehmend zu Naturschutzflächen. Für mich ist das Dalum-Wietmarscher Moor besonders interessant und facettenreich – mein Lieblingsort im Naturpark.“

Bourtanger Moor - Bargerveen

Dr. Hans-Georg Belka

ehem. Geschäftsführer bei der Klasmann-Deilmann GmbH

Der langjährige Geschäftsführer der weltweit erfolgreichen Unternehmensgruppe in der Substratindustrie, der Klasmann-Deilmann GmbH in Groß Hesepe, hat sich stets auch der Region verpflichtet gefühlt und unterstützt die Arbeit im Internationalen Naturpark Moor mit viel Knowhow, unter anderem als Mitglied des Beirates.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Moorflächen des Bridge-Projektes

„Das Unternehmen Klasmann-Deilmann ist der führende Hersteller von Kultursubstraten für den Erwerbsgartenbau. Zahlreiche Erwerbsgärtner und Hobbygärtner im In- und Ausland vertrauen auf die hohe Qualität unserer Produkte. Ein nachhaltiges Umweltmanagement, Umweltschutz und Ressourcenschonung sowie die Verantwortung für unsere Mitarbeiter, aber auch nachfolgende Generationen, gehören zur Unternehmensphilosophie. Der schonende Umgang mit den Werten der Natur ist daher ein wesentliches Element der Unternehmenspolitik. Das Unternehmen ist nach der international geltenden Umwelt¬norm DIN EN ISO 140001 zertifiziert. Die Zertifizierung macht deutlich, dass wir schonende Abbaumethoden anwenden. Nach Beendigung des Torfabbaus wird der überwiegende Teil der ehemaligen Abbauflächen wiedervernässt. So entsteht wieder eine moortypische Landschaft mit deren spezifischer Fauna und Flora. Ein Teil der Flächen wird zur Bereicherung des Landschaftsbildes aufgeforstet. Mit dem sogenannten Bridgeprojekt im Bourtanger Moor haben wir von 1999 bis 2001 mit internationalen Wissenschaftlern grundlegende Untersuchungen zur Wiedervernässung durchgeführt. Ziel war es, mit hydrotechnischen Maßnahmen eine 50 ha umfassende, abgetorfte Hochmoorfläche wiederzuvernässen. Die wesentliche Frage war, ob sich eine Fläche, die bis auf eine Restmoorauflage von 0,5 m abgetorft und für die Entwässerung drainiert wurde, überhaupt vernässen lässt. Durch gezielte Zerstörung der Drainage und partielle Schließung der Gräben gelang es, großflächige Überstauungen über mehrere Monate zu halten, die schließlich zur Selbstabdichtung der Flächen führten. Als Fazit der Untersuchung wurden folgende Maßnahmen empfohlen, die eine erfolgreiche Wiedervernässung zumindest langfristig wahrscheinlich machen: Planieren der Fläche, Bau von Verwallungen zur Anlage von Polderflächen, Sicherung der Verwallungen vor Wellenschlag, Bau von Überläufen, Regelungseinrichtungen zur Sicherstellung eines gleichmäßigen Wasserstandes, Verfüllen von Gräben und Dränen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Obwohl noch bestimmte steuernde Maßnahmen nötig sind, ist mittlerweile eine beeindruckende moortypische Landschaft entstanden, die Hoffnung macht. Die Kraft der Menschen und der Natur haben gemeinsam das Projekt zum Erfolg gebracht. Und viele der gewonnenen Erkenntnisse haben dazu beigetragen, auch andere Flächen erfolgreich wiederzuvernässen. Aufgrund seiner Pionierfunktion ist das Bridgeprojekt, übrigens direkt am Fernwanderweg Hünenweg gelegen, für mich eine der bedeutenden und wegweisenden Flächen im Naturpark Moor.“

Bourtanger Moor - Bargerveen

Jans de Vries

Boswachter (Förster) bei der niederländischen Forstverwaltung

Der leidenschaftliche Förster und Naturschützer gehört zur niederländischen Forstverwaltung, dem Staatbosbeheer, dem das Naturschutzgebiet Bargerveen gehört und der es seit mehr als 40 Jahren zu einem lebenden Hochmoor weiter oder besser: zurück entwickelt. Dem sanften Tourismus aufgeschlossen, ist Jans de Vries ein wichtiger Kooperationspartner und Ratgeber im Internationalen Naturpark Bourtanger Moor- Bargerveen.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Naturreservat Bargerveen

„Es sind die Ruhe und die Weite im Bargerveen, die mich immer wieder in den Bann ziehen. Und die vielen großen und kleinen Erfolge, die wir im Zuge unserer Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen erreichen konnten. Entdecke ich einen Neuntöter, einen Malven-Würfelfleckfalter oder ein Sumpfveilchen bin ich glücklich. Dabei ist es ein Glücksfall, dass im Bargerveen mit dem Bereich „Meerstalblok“ noch echtes, lebendiges Hochmoor erhalten blieb. Denn das Bargerveen gehörte einst zum größten Moorgebiet in Europa, das ab dem 17. Jahrhundert in den Niederlanden systematisch abgetorft wurde. Für die Entwässerung und zum Abtransport wurden Kanäle angelegt, die die Landschaft bis heute prägen. Nach dem Torfabbau wurden die Flächen landwirtschaftlich genutzt. Erst als Kohle, Öl und Gas billiger wurden, stoppte die Torfgewinnung – gerade noch rechtzeitig! Der Staat erwarb 1968 den Hochmoorrest und erklärte das Bargerveen zum Naturschutzgebiet. Dämme wurden gebaut, Gräben zugeschüttet, Rückhaltebecken gebaut, um einen gleichmäßigen Wasserpegel im Gebiet zu erhalten, denn der ist die Voraussetzung dafür, dass Torfmoose sich wohlfühlen und die Moore mit ihren abgestorbenen Pflanzenteilen wachen lassen – 1 Millimeter im Jahr! Heute ist das Bargerveen ein wertvolles Vogelschutz- und Feuchtgebiet von europäischem Rang mit einer Fülle außergewöhnlicher Pflanzen und seltener Schmetterlinge. Raritäten wie die Lavendelheide und die Moosbeere gehören dazu. 200 Vogelarten werden im Bargerveen gezählt, darunter der Schwarzhalstaucher, das Blaukehlchen und unzählige Rastvögel. Es ist ein Spiegelbild und lebendige Erinnerung an die Vergangenheit, aber auch ein besonderer Auftrag für die Zukunft, denn hier soll einmal wieder Hochmoor wachsen. Der Mensch schützt nur das, was er kennt und liebt. Darum freuen wir uns über die Wanderer und Radfahrer. 17 Kilometer lang ist der Radweg rund um das Bargerveen. 1 – 7,5 Kilometer lang sind die Wanderwege, die sich auch kombinieren lassen und über die Grenze zu den dortigen Wanderwegen führen. Der Blick von einem unserer Aussichtshügel stimmt mich wehmütig und optimistisch zugleich. Die Hügel sind so hoch wie einst das Bourtanger Moor. Es macht nachdenklich, wie stark der Mensch die Landschaft beeinflusst hat. Aber der Blick über Gräser, Heide und Wasserflächen macht mir Mut, dass unsere Mühen belohnt werden und wieder neues Moor entsteht.“

Bourtanger Moor - Bargerveen

Hermann Bröring

Ehrenlandrat des Landkreises Emsland

Er ist Initiator und war Erster Vorsitzender des Internationalen Naturparks Bourtanger Moor – Bargerveen und zugleich Vorsitzender des Emsland Moormuseums. Kein Wunder also, dass sich der passionierte Radfahrer dem Naturpark besonders verbunden fühlt.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Emsland Moormuseum in Geeste - Groß Hesepe

„Das Emsland Moormuseum ist für mich ein zentraler Anziehungspunkt im Naturpark und eine wichtige Eingangspforte in die deutsch-niederländische Moorregion. Hier wird Geschichte spannend erzählt und in zwei modernen Ausstellungshallen kenntnisreich, wissenschaftlich fundiert und natürlich zweisprachig aufgearbeitet. Es ist faszinierend, das Entstehen, die Charakteristik und die wirtschaftliche Nutzung dieser einzigartigen Naturlandschaft zu verfolgen, die anhand historischer Karten oder alter Maschinen aufbereitet wird. Ein Höhepunkt ist für mich der Dampfpflugsatz der Firma Ottomeyer, der im Jahr 2010 endlich in einem Neubau in Szene gesetzt werden konnte. Die Größe und Leistung des weltgrößten Dampfpfluges mit den riesigen Lokomobilen erregte weit über das Emsland hinaus Aufsehen und ist ein einmaliges technisch-historisches Denkmal. Der „Mammut“, wie der Pflug auch genannt wird, steht für mich symbolisch für die enorme Pionierleistung, die die Menschen bei der Kultivierung der Moore erbrachten. Seien es die ersten Siedler, die unter unvorstellbaren Anstrengungen den Torf noch per Hand abgruben, oder die gewaltige Umwandlung der Moore in landwirtschaftliche Flächen nach dem Zweiten Weltkrieg. Dieser Pioniergeist und die Innovationskraft zeichnen die Emsländerinnen und Emsländer bis heute aus! Doch das Emsland Moormuseum hat noch mehr zu bieten. 30 Hektar renaturiertes Hochmoor, das auf einem Holzbohlenweg oder mit der Feldbahn entdeckt werden kann, der Archehof, eine Siedlerstelle aus den 1930er Jahren, der sich dem Erhalt alter Haustierrassen verschrieben hat und damit für Kinder stets die erste Anlaufstelle ist, oder das Museumscafé, das sich auf regionale Produkte spezialisiert hat, und den bekannten Buchweizenpfannkuchen anbietet. Das Moormuseum leistet eine umfassende wissenschaftliche Arbeit, führt die wohl größte Bibliothek zum Thema Moor und ist Gastgeber für Fachtagungen. Im Jahr gibt es zusätzlich wechselnde Ausstellungen zu verwandten Themen und etablierte Veranstaltungen wie das Buchweizenblütenfest im Juli oder den Markt der Genüsse im Oktober. Außerdem werden informative Programme für Gruppen angeboten. Biologen und Pädagogen bieten darüber hinaus Aktionen für Schulklassen an. Über den Moor-Energie-Erlebnispfad, der zum Erdöl-Erdgas-Museum in Twist führt, den Fahrradbus RADexpress, die Emsland-Route sowie die örtlichen Radrouten ist das Museum hervorragend an die Ausflugsziele und Freizeitwege in der Umgebung angeschlossen und damit idealer Ausgangspunkt für Touren in den Naturpark. Meine Vision: Wir schaffen es, die Moorbahngleise in der Umgebung zu erhalten und touristisch zu nutzen. Irgendwann fahren wir mit der Feldbahn über die Grenze zu unseren niederländischen Nachbarn!“

Bergstraße-Odenwald

Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard

Staatssekretär a.D.

Was sich im Titel irgendwie ein wenig technisch anhört (Geo-Naturpark!), ist nichts anderes als die von den sanften Hügelketten des Odenwaldes und der flachen Rheinebene gekennzeichnete Gegend, die beide durch die kaum sichtbare und doch merkliche Linie der Bergstraße verbunden und von den beiden anderen Nord-Süd-Linien des Mains und des Rheins im Osten und Westen eingerahmt werden: eine Landschaft, die sich zwischen den beiden Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar ausbreitet, in denen und zwischen beiden viele Menschen wohnen und arbeiten und in der Natur und Kultur sich zu besonderer Faszination verbinden. Das Klima ist mild und lässt früh im Jahr die Blüten sich entfalten, und an den Hängen der Bergstraße wächst ein guter Wein.

Mein Lieblingsort im Naturpark

Kloster Lorsch

Es gibt viele, aber miteinander nicht vergleichbare schöne Plätze in dieser von Hügeln und Bergen, Hängen und Ebene und zwischen Main, Neckar und Rhein gelegenen Landschaft, von wo aus man in die Natur hineinsehen und –hören kann, aber ein Platz ist mir der liebste: weil von hier die gesamte Bergkette der Bergstraße und des dahinter beginnenden Odenwaldes von der Burg Frankenstein und vom Melibokus, dem höchsten Berg, an der nördlichen Bergstraße bis zu den Weinheimer Burgen und ihren wundervoll in den Blick ragenden Silhouetten zu sehen ist. Gern gehe ich auf den der östlichen Klostermauer nahen erhöhten Punkt, da, wo sich früher die Apsis der alten Klosterkirche befand. Hier kann ich schauen, die Zeit ruhen lassen und für mein Gedächtnis die Bergkette anschauen, immer wieder neu.

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