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„Natura 2000“ in Naturparken: Leitfaden für die Praxis erschienen

Der Verband Deutscher Naturparke hat von 2017 bis 2021 das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (F+E) „Umsetzung von Natura 2000 in Naturparken“ durchgeführt und dazu einen praxisorientierten Leitfaden mit verschiedenen Handlungsfeldern sowie Praxisbeispielen und anschaulichen Tipps erstellt.

© Naturpark Saale-Unstrut-Triasland /Fa. Blochwitz

Bonn, den 15. September 2021 Das europäische Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 hat zum Ziel, eine Fülle von Lebensräumen und Tier- und Pflanzenarten zu schützen. Es umfasst über 18 % der Fläche der Europäischen Union und ist damit das größte Schutzgebiets­netzwerk der Welt. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Natura 2000-Gebiete, etwa ein Drittel davon liegen in Naturparken. Das Natura 2000-Netzwerk setzt sich aus denen nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) und der Vogelschutzrichtlinie ausgewiesenen Schutzgebieten zusammen.

Damit die 104 deutschen Naturparke (ca. 28 % der Fläche in Deutschland) den Erhalt und die Entwicklung dieser außergewöhnlichen Lebensräume in Zukunft noch besser unterstützen können, hat der Verband Deutscher Naturparke (VDN) zusammen mit der BTE Tourismus & Regionalberatung und der Planungsgruppe Umwelt (PU) über einen Zeitraum von gut drei Jahren (2017-2021) das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (F+E) „Umsetzung von Natura 2000 in Naturparken“ durchgeführt, das vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert wurde.

Im Projekt sollte erstmalig ermittelt werden, welche Bedeutung und Verant­wortung die deutschen Naturparke bei der Umsetzung des europäischen Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000 sowie für den Erhalt der damit geschützten Lebensraumtypen und Arten haben und künftig haben können. Gemeinsam mit 15 Modell-Naturparken wurden u. a. bisherige und weiterführende Aktivitäten und Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Natura 2000 betrachtet und weiter­entwickelt.

Naturparke pflegen Natura 2000-Flächen durch z. B. Renaturierungsmaßnahmen, bauen Kooperationen mit Landnutzern auf, stimmen ihr Handeln mit den zuständigen Naturschutzbehörden ab, beteiligen sich an den FFH-Management­planungen oder erstellen diese, sind Antragsteller und Träger für Projekte in Natura 2000-Gebieten und häufig Mittler und Schnittstelle zu weiteren Akteuren sowie zur Bevölkerung.

Auch tragen sie durch entsprechende Naturerlebnis- und Bildungsangebote wie Themenwege sowie Maßnahmen zur Besucherlenkung und -information wesentlich dazu bei, dass Besucher die sensiblen Natura 2000-Gebiete erleben können, ohne sie zu gefährden. So helfen Naturparke dabei, Natura 2000 positiv in der Bevölkerung zu verankern und in Wert zu setzen.

Damit alle deutschen Naturparke und ihre Partner vor Ort von den Erfahrungen im Projekt profitieren können, wurde zum Abschluss des Projekts ein Handlungsleitfaden mit den verschiedenen Aktivitäten und Handlungsfeldern sowie Praxisbeispielen und anschaulichen Tipps erstellt. Der Leitfaden richtet sich u. a. an Akteure in Natur­parken, Naturschutzbehörden, Landnutzer*innen und NGOs.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Natura 2000 sowie den Download-Link zum Handlungsleitfaden, zu weiterführender Literatur und zum Flyer.

Hier finden Sie Einblicke zu Natura 2000 in unserer Simple Show auf Youtube.

Hier finden Sie weitere Infos zu den Naturparken in Deutschland.

Fotohinweis: Das Pressefoto zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen in druckfähiger Auflösung im Pressebereich von www.naturparke.de unter Pressefotos/Veranstaltungen und Aktuelles zum Download bereit.

BU: Als Mittler und Koordinator treffen Naturparke im Rahmen des Natura 2000-Managements Absprachen zur Bewirtschaftung sensibler Natura 2000-Lebensräume, z. B. auch mit Schäfern wie hier im Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland. (c) Naturpark Saale-Unstrut-Triasland /Fa. Blochwitz

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