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Naturparke schützen Klima

Naturparke sind wichtig für den Schutz des Klimas und unterstützen durch ihre Arbeit, dass die Klimaschutzziele erreicht werden. Ihre Beiträge zu attraktiven und nachhaltigen Reiseangeboten in Deutschland sowie zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe tragen zur Minderung des Verkehrsaufkommens bei und helfen so, fossile Energieressourcen zu schonen und klimaschädliche Emissionen zu verringern.

Wettbewerb „Klimaschutz in Naturparken“ 2021-2023

Der Lebensmittelhändler Kaufland fördert als Ergebnis des bundesweiten Wettbewerbs „Klimaschutz in Naturparken“ neun regionale Klimaschutz-Projekte in Naturparken mit insgesamt 110.000 Euro. Den Wettbewerb führen Kaufland und Verband Deutscher Naturparke e. V. (VDN) gemeinsam durch. Von September bis Dezember 2021 konnten die Träger der Naturparke Vorschläge für Klimaschutzmaßnahmen mit direkter Wirkung (z. B. Anpflanzung von Wäldern) und indirekter Wirkung (z. B. Projekte zur Bildung für nachhaltige Entwicklung - BNE) einreichen. Die neun Gewinner-Projekte wurden am 14. Februar 2022 aus 25 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen von einer fachkundigen Jury ausgewählt, der Vertreter:innen aus Wissenschaft, Naturparken, VDN und Kaufland angehörten.

Gefördert werden Projekte im gesamten Bundesgebiet, konkret in diesen neun Naturparken: Nossentiner/Schwinzer Heide (Mecklenburg-Vorpommern), Fläming und Saale-Unstrut-Triasland (Sachsen-Anhalt), Lauenburgische Seen und Schlei (Schleswig-Holstein), Hirschwald und Spessart (Bayern), Saar-Hunsrück (Rheinland-Pfalz/Saarland) und Schwarzwald Mitte/Nord (Baden-Württemberg).

Naturparke leisten mit ihrer Arbeit in den vier Handlungsfeldern „Schutz“, „Erholung“, „Bildung“ und „Entwicklung“ bereits heute einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz, der in Zukunft noch stärker ausgebaut werden soll. Der Wettbewerb „Klimaschutz in Naturparken“ unterstützt die Naturparke dabei.

Die neun Gewinner-Projekte werden bis spätestens Ende Juni 2023 umgesetzt. Folgende Projekte werden im Rahmen des von Kaufland und VDN durchgeführten Wettbewerbs „Klimaschutz in Naturparken“ gefördert:

  1. Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide (Mecklenburg-Vorpommern)
    Mit der Umrüstung von herkömmlichen Straßenlampen auf eine energiesparende LED-Beleuchtung in einer Straße einer kleinen Naturpark-Gemeinde wird ein vorzeigbares Beispiel für rund 300 weitere Lampen geschaffen, die im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide auf LED umgerüstet werden sollen. Durch LED-Straßenlampen wird Energie eingespart und gleichzeitig ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz geleistet. Denn damit wird das Insekten­sterben unmittelbar reduziert. Mittels intelligenter Abschalteinrichtungen und Dimmvor­richtungen wird der Stromverbrauch zusätzlich gesenkt. Das Projekt unterstützt den eingeschlagenen Weg des Naturparks, der “Erste Norddeutsche Sternenpark“ zu werden und trägt so dazu bei, biologische Vielfalt mit einer nachhaltigen Tourismus- und Regionalent­wicklung zu verknüpfen.
     
  2. Naturpark Fläming (Sachsen-Anhalt)
    Durch Nachpflanzung alter Obstsorten als Hochstamm und Pflegemaßnahmen an bestehenden Obstbäumen wird der Naturpark dazu beitragen, eine alte Streuobstwiese auf dem Apollens­berg zu erhalten. Gleichzeitig werden ein Umweltbildungspfad erneuert und dort zukünftig Umweltbildungsmaßnahmen umgesetzt. Die beiden Maßnahmen zu Erhalt und Pflege der Streuobstwiese sowie zur aktiven Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) tragen zum Klimaschutz durch CO₂-Bindung, zum Erhalt der Biodiversität und zur Wasserspeicherung im Boden bei.
     
  3. Naturpark Hirschwald (Bayern)
    Der Naturpark Hirschwald unterstützt seine Mitgliedsgemeinde Markt Kastl in Zusammenarbeit mit Landwirten dabei, CO₂ durch Humusanreicherung in Böden zu binden. Zu den Maßnahmen gehören Hecken- und Biotopbaumpflege, Anlage von Totholz- und Steinhaufen, Obstbaum­pflanzungen, Humusuntersuchungen, Verwerten von Schnittgut und Bildungsmaßnahmen. Die Maßnahmen werden vom Fachzentrum Energie und Landtechnik in Triesdorf (FEL) begleitet. Die durch die Maßnahmen insgesamt erreichte Humussicherung und der Humusaufbau tragen zum Klimaschutz ebenso wie zum Erhalt der Biodiversität bei.
     
  4. Naturpark Lauenburgische Seen (Schleswig-Holstein)
    Ein Mitmach-Theater-Konzept für Grundschulkinder der Naturpark-Schulen ist Teil der aktiven BNE-Arbeit im Naturpark. Der Wald wird hier als außerschulischer Erlebnis- und Forschungs­raum genutzt. Klimaschutz, Erhalt der Biodiversität und Ökosystemleistungen werden im Mitmach-Theater als Wirkungen des Waldes spielerisch dargestellt und können durch direkte Eindrücke aus dem Wald vermittelt werden. Das Mitmach-Theater ist eine Kombination aus „Theater zum Zuschauen“- und Workshop-Elementen. Als öffentlichkeitswirksames und kindgerechtes Angebot an verschiedenen Schulen im Naturpark dient das Mitmach-Theater als hervorragender Multiplikator dafür, dass Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität als eine zentrale Lebensgrundlage für diese und zukünftige Generationen wahrgenommen werden.
     
  5. Naturpark Saale-Unstrut-Triasland (Sachsen-Anhalt)
    In einem waldarmen Teil des Naturparks Saale-Unstrut-Triasland wird ein ca. ein Hektar großer Wald auf ehemaligen Acker- und Intensiv-Grünlandflächen vor allem mit heimischen Baum­arten des regionaltypischen Stieleichen-Hainbuchenwaldes bepflanzt. Diese sind an zukünftige Klimaveränderungen ebenso gut angepasst wie die nicht-heimischen Baumarten Douglasie oder Roteiche und dienen später zahlreichen Arten als wertvoller Lebensraum. Für weitere in der Region vorgesehene Erstaufforstungen soll somit gezeigt werden, dass eine Klimawandel-Resilienz auch mit heimischen Baumarten erreicht wird. Neben der direkten Klimaschutzwirkung dieser Maßnahme durch CO₂-Bindung in den Bäumen entstehen weitere positive Wirkungen durch Wasserspeicherung und Kühlungseffekte für das Mikroklima.
     
  6. Naturpark Saar-Hunsrück (Rheinland-Pfalz/Saarland)
    Schüler:innen und Lehrkräfte einer Realschule werden aktiv in die Anpflanzung hochstämmige Obstbäume regionaler Sorten und in die Pflege der Bäume auf einer benachbarten alten Streuobstwiese eingebunden. Außerdem werden sie im Rahmen eines pädagogischen Begleitkonzeptes zu den Themen Lebensraum Streuobstwiese, historische Kulturlandschaft und Obstbaumschnitt als BNE-Multiplikatoren (Bildung für nachhaltige Entwicklung) geschult. Neben der direkten Klimawirksamkeit durch die Pflanzung und Pflege der Streuobstwiese werden die Schüler:innen so für ökologische und klimaschutzrelevante Fragen sensibilisiert und lernen Gestaltungs- und Handlungskompe­tenzen für eine verantwortungsbewusste und nachhaltige Gestaltung der Zukunft.
     
  7. Naturpark Schlei (Schleswig-Holstein)
    In dem kooperativen Bildungsprojekt „Klimafeste Landwirtschaft“ werden Schüler:innen der Berufsausbildung zu Landwirt:innen die Schnittstellen ihrer künftigen Arbeit zu Fragen des Klimaschutzes und auch des Biodiversitäts- und Gewässerschutzes nahegebracht. Praxisbe­zogene Feldexkursionen in der Region tragen dazu bei, dass der Naturpark Schlei einen kooperativen Natur- und Gewässerschutz gemeinsam mit Landnutzer:innen und Eigentü­mer:nnen in der Schleiregion umsetzt. Dazu zählt auch eine begleitende Beratung der Landwirtschaft zur Umsetzung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, um auch auf Betriebsebene die Bewirtschaftung klimaverträglicher zu gestalten.
     
  8. Naturpark Spessart (Bayern)
    Extensiv genutztes Feucht-Grünland und Moorstandorte tragen durch CO₂-Bindung wesentlich zum Klimaschutz sowie zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. Um den Erhalt dieser Lebensräume zu unterstützen, hat der Naturpark Spessart 2011 gemeinsam mit Partnern die Initiative „Grünland Spessart“ gegründet. Ziel ist es, diese wertvollen Flächen durch eine extensive Beweidung ohne maschinellen Einsatz klimaschonender und weniger kostenintensiv zu erhalten, damit sie nicht zuwachsen und ihre positive Wirkung für den Natur- und Klimaschutz erhalten bleibt. Gleichzeitig arbeiten Schäfer:innen, Landwirt:innen, Metzgereien und Gastronomiebetriebe eng zusammen, um hochwertige, regionale Fleisch- und Wurstprodukte zu produzieren, zu vermarkten und ein höheres Einkommen zu erzielen. Mit der Förderung von speziell Lammprodukten aus extensiver Grünlandnutzung wird so ein wichtiger Beitrag geleistet, um wertvolle Grünlandstandorte und deren Beitrag zu Klima- und Naturschutz langfristig zu erhalten.
     
  9. Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord (Baden-Württemberg)
    Unter dem Motto „Naturpark-KlimaWerkstatt – Sensibilisierungsmodule für Kinder“ wird der Naturpark mit dem „Klimakochtheater“ ein erstes klimaschutzfokussiertes Bildungsangebot für Naturpark-Kindergärten und Naturpark-Schulen schaffen. Die Kinder kommen dem komplexen und anspruchsvollen Thema Klimaschutz in dem für sie besonders alltagsrelevanten Bereich Ernährung auf die Spur und lernen auf erlebnisreiche und kreative Weise durch Experimente, Rollenspiele und eigenes Schaffen. Mit fächerübergreifenden Arbeitsmaterialien erhalten die Lehrkräfte konkrete Anregungen, die Inhalte in die Lebenswirklichkeit der Kinder zu übertragen. Ziel ist, den Blick der Kinder dafür zu schulen, klimafreundliche Produkte zu erkennen und zu konsumieren.


Der Wettbewerb
"Klimaschutz in Naturparken"
wird gefördert von Kaufland.

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